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Bekennerhose

Derzeit halte ich mich in einem schönen Schwarzwaldort auf. Es wird viel gesportelt, und ich habe auch Trainingsklamotten dabei, allerdings sieht man hier überwiegend Leute mit Hightech-Outfit in allen Varianten. Allein die Schuhauswahl, die einige dabei haben, lässt einem den Atem stocken. Meine bevorzugten Sportarten spielen sich im Wasser ab, so dass ich ausreichend Schwimmsachen, jedoch ansonsten nur ein Paar Laufschuhe und ein paar lederne Gymnastikschläppchen dabei habe.
Meine Baumwollsporthosen sind völlig démodé, aber ich werde mir keine spezielle Jogabekleidung, Lauf-Outfits, Gymnastik-Ensembles oder Outdoor-Complets beschaffen. Überhaupt bin ich nicht der Auffassung, man müsse den ganzen Tag in Sportklamotten rumlaufen, auch zu Zeiten, in denen man keinen Sport betreibt. Mir ist natürlich klar, dass Sportkleidung oder solche, die so aussieht, imagefördernd und bequem ist. Bei letzterer Eigenschaft entsteht jedoch eher vor dem inneren Auge der biertrinkende, bewampte Proll, der im dreigestreiften Anzug auf der Couch in der Glotze Fußball oder andere Sportarten schaut, also der Sesselsportler.

Ich bin hier natürlich auch schon als Strickerin aufgefallen. Wisst ihr, was der häufigste erste Satz ist? „Früher habe ich auch viel gestrickt“. Gestern bin ich im Ort herumspaziert, und bereits vor dem ersten Laden sprangen mir am Kleiderständer diese Baumwollhosen ins Auge, hingen ganz vorne griffbereit. Für kleines Geld gekauft.

hose

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