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Recycling / Upcycling Teil 2

Im Teil 1 hatte ich erläutert, welche Unterschiede ich beim Recycling mache.
Recycling muss nicht immer sinnvoll sein, wenn gutes Material schlechtem oder Abfall hinterher geworfen wird, also Downcycling.
Upcycling verhilft dem wieder in den Kreislauf gebrachten Material zu einer effektiven Nutzung.

Heute zeige ich zwei Beispiele, die ich recycelt, bzw. wieder einem nachhaltigen Zweck zugeführt habe.

Diese Decke hat die Großmutter unserer Nachbarstochter für sie gestrickt, eine Kuscheldecke, an der ihr Herz hängt. Weil sie keine Ahnung hatte, wie sie diese Risse beheben konnte, war die Decke schon für die Altkleidertonne heraus gelegt. Dann wurde ich gefragt, ob man da noch was machen könne. Ich versprach nichts, machte mich aber ans Werk.

So war die Ausgangssituation

Ausriss Decke

 

An der Kante war ein Stück eingerissen und ausgefranst.

 

 

Innen2

 

 

 

 

 

 

 

 

In einem Mittelquadrat war über 16 Reihen ein Loch entstanden, Acht Fäden waren durchgerissen, das heißt, 16 Enden mussten vernäht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Rotes Garn hatte ich und konnte das Loch mit Gestrick ersetzen. Die alten Fäden mussten ebenso wie die neuen gut verankert werden.
Sollte ich sowas nochmals machen, würde ich einen kleinen Flicken stricken und aufnähen, das sähe noch präziser aus.

 

 

 

 

Die Kante ist etwKanteas besser geworden.

Die Nachbarstochter hat sich sehr gefreut, dass sie Omas Decke nicht wegwerfen musste oder nur als Erinnerung im Schrank verkommen lassen würde.

 

 

 

 

 

 

Das zweite Beispiel ist ein Holzpuzzle, das ich vor langer Zeit meinem Sohn gemacht hatte.
Es war eine Anleitung aus einer Brigitte oder Nicole.
Im Lauf der Zeit ging ein Teil verloren, und das Puzzle lag in einer Kiste mit altem Spielzeug, aus der ich im Lauf der Jahre immer Spielsachen für meine Nichten- und Neffenschar entnahm.
Ich hatte mir vorgenommen, das Puzzle meiner jüngsten Nichte zum Geburtstag zu restaurieren und klapperte mehrere Schreinereien ab, um Holz in der Stärke des ursprünglich verwendeten zu finden.

ReparaturKlein

Ich machte eine Kopie des Ausschnitts auf Papier und übertrug diesen auf das Holz. Das Sägen war nicht so einfach, das schmale Stück Brett ließ sich nirgends so richtig festklemmen. Schließlich brachte ich in mehreren Anläufen ein Puzzleteil zusammen, das sich halbwegs in die Lücke einpassen ließ.
Mit dem Bemalen war es nicht so schwierig, wie damals nahm ich die Farbe aus dem Pelikan-Farbkasten. Den Farbanstrich überzog ich mit Klarlack.

 

FertigKlein

 

4 Gedanken zu „Recycling / Upcycling Teil 2

  1. Klara sagt:

    Das Puzzle hab ich vergessen! Sehr sehr schön! Ich liebe diese Dinge. Ich hab mal in einem Kinder Secondhand einen selbstgemachten Holzlaster gekauft. Jedes unserer vier Kinder saß drauf, es wurden Ladungen von Legos verschoben, und ich weiss nicht, wie oft die Räder ab und angeschraubt wurden. Ein Lieblingsstück, das sich gerade ausruht in einer Kiste (Spielsachenreduktion bis zum Winter). Jetzt ist der Garten dran.

    Viele Grüsse!

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    • LanArta sagt:

      Oft ist das einfachste Spielzeug das beliebteste, weil man da noch die Phantasie einsetzen kann.
      Das Spielzeug meines Sohnes wollten die Eltern meiner Nichten und Neffen nicht haben. Nun gibt es immer zum Geburtstag oder zu Weihnachten etwas aus der Kiste des heißgeliebten und hochverehrten Cousins. Die Kinder sind begeistert, und ich spare Geld für überflüssigen Kram.

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  2. Klara sagt:

    Liebe Michaela,

     

    Ich teile deine Ansicht zum Thema Recycling.  Sinnvolles: ja, Krempel zu etwas “schönerem” Krempel: nein.  Ich halte uns und die Kinder immer wieder dazu an, zu überlegen, wie lange etwas halten wird (“Wegwerfqualität”), und was uns das kosten wird zum entsorgen (hier kostet fast jeder Krümel bei der Entsorgung).  Wir  vergleichen viel und zahlen auch gerne eine angemessenen Preis, wenn etwas langlebig und haltbar erscheint.

    Wie schön, das Du dir die Mühe mit der Decke gemacht hast!

    Danke für deine tolle Themenauswahl.

    Viele Grüsse!

     

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    • LanArta sagt:

      Vielen Dank für deine Meinung. Hier kann man pro Kilo Entsorgung ca. 20-25 Cent rechnen. Das hört sich erstmal wenig an, aber bei einer Wohnungsauflösung summiert sich das. Viele stellen das mit Erschütterung fest, wenn sie umziehen oder die Wohnung älterer Menschen auflösen, die ins Betreute Wohnen oder Seniorenheim ziehen. Das meiste von einem selbst Geliebte stellt sich für andere als wertloser Krempel heraus.

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