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Die großzügigen Vier

Immer noch Restgarne? Immer noch Restgarne. Stöbern in den Vorratskisten ist wie ein Buch zum wiederholten Mal zu lesen oder einen Film nochmals anzuschauen.  Man kann immer Aspekte bemerken, die man beim letzten Lesen nicht wahrgenommen hat oder Szenen entdecken, die einem ganz neu vorkommen. Wobei es Filme gibt, die ich aus der Freude heraus ansehe, Bekanntes zu erkennen und keine neuen Entdeckungen zu machen. Aber es soll nicht zu weit abgeschwiffen werden.

Meine Wollbehälter sind unter verschiedenen Aspekten geordnet: Konengarne, da brauche ich nicht immerzu nachzusehen, ob sich für das Handstricken Geeignetes findet. Dann ein Behälter mit “Neugarnen”, die abgepackt und verschlossen sind. Es gibt Unterabteilungen, die nach Marken sortiert sind: Holst, Wollmeise, Noro und dergleichen. Ein Behältnis mit Baumwolle und Leinen. Dann eine Kiste, die geschenkte Garne enthält, persönlich an mich verschenkte Garne. Das ist meine Schauvitrine, in der die Garne lagern, die ich gar nicht verstricken möchte, damit ich mich noch lange an ihnen freuen kann. Aber ihre Zeit wird auch noch kommen.

Die werte Leserschaft erkennt das Prinzip. Ein Behälter enthält Garne, die man irgendwie zusammen verwenden kann, teilweise schon zu angestrebten Projekten abgepackt, ein weiterer solche, die ich als “Sammelsurium” bezeichne, darin sind Einzelknäuele, die ich einst gekauft hatte, um das Garn zu testen, Restbestände anderer Projekte, Eingewandertes in Kleinstmengen. Letzterer wird immer leerer, also vollständige Projekte kann es daraus nicht mehr geben. Also muss mit dem Inhalt anderer Behältnisse kombiniert werden.

Dieses Mal widmete ich mich Garnen, die schon für andere Projekte vorgesehen waren, teilweise eher vage “Daraus könnte man … stricken”. Ja, könnte. Meist wird daraus nichts, denn diese Einstellung verhindert, überhaupt etwas daraus zu arbeiten. Diese Garne nahm ich also neu in den Blick und stellte ein Päckchen für Mitnahmeprojekte zusammen. Was soll aus den knapp dreihundert Gramm gespendetem petrolfarbenem Garn von Ulrike Siebenstein werden? Wozu hatte ich das grüne Mojo-Garn gekauft? Oh, noch etwas Handgesponnenes! Ah, da ist noch ein Rest von meiner Brioche-Decke, zu der Renates Garne im Wesentlichen beigetragen hatten. Die Zusammenstellung wirkte etwas zu düster für die vorgesehenen Dreiecktücher, die wieder nach Burkina Faso gehen sollten. Die Menschen dort lieben es fröhlich, was angesichts ihrer Armut nur zu verständlich ist.
Hm, da knapsen wir von Marens roter Baumwolle ein Knäuel ab und von Hannelottes Wollspende auch eins, damit peppen wir das schöne Petrolgarn von Ulrike mit bunten Highlights auf. Das dünne Handgesponnene wird mit einem handgewickelten Knäuel Maschinengarn ergänzt, um auf die benötigte Garndicke zu kommen.

Vier edle Spenderinnen tragen also zu den beiden Tüchern bei, die nach der kostenlosen Anleitung Feather & Fan von Sarah Bradbury gestrickt wurden. Ein wunderbares Muster, das jedem Garnsammelsurium eine ansprechende Optik verleiht. Das Muster ist zwar auf Englisch, durch die Diagramme jedoch schnell begriffen, der Musterrhythmus wiederholt sich und ist beim zweiten Durchgang des Rapports auswendig gelernt.

Danke, Hannelotte, Maren K., Renate B. und Ulrike S. für die großzügigen Garnspenden!

Aus der Wollsammlung wurden insgesamt 750g verarbeitet, mit Nadelstärke 4mm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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