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Ein kleiner Hap zwischendurch

Ohne Andreas wäre ich aufgeschmissen. Andi ist ein Crack. Genau, wie der Angetraute. Allerdings verliere ich bei Erklärungen des Mannes schnell die Geduld. Ich komme mir dann immer vor wie grenzdebil, obwohl das nicht die Absicht des Belehrenden ist. Er weiß einfach zuviel und will das auch loswerden. Aber: ich will gar nicht alles wissen. Es ist wie zu Schulzeiten: die Kameraden, die einem wohlmeinend auf die Sprünge helfen wollten, texteten einen zu und man musste sich mühsam die Informationen rausklauben, die man haben wollte. Dabei wollte man doch nur schnell wissen, wie es geht.
Andreas schafft es, mir etwas zu erklären, ohne, dass ich beim dritten Satz abschalte oder ins Koma falle. Habe ich schon erwähnt, dass Geduld nicht zu meinem Wesen zählt? Andreas ist ein Ästhet. Schon als kleiner Junge schraubte er sich aus Teilen Rechner zusammen. Die Bildschirmoberflächen bekamen immer eine besondere Gestaltung. Er hat ein exzellentes Farbempfinden und ein Gespür für Proportionen. Seine Hilfe ist immer ganz uneigennützig, und so kam es dazu, den vierten Hap zu stricken, für den Helfer, der stets einsatzbereit ist.

Es haben sich wieder Einzelknäuel angesammelt, die für den Hap ideal sind. Mit einem 50-g-Knäuel ist eine Biese zu schaffen, aber haarscharf. Es blieben jeweils nur kleine Reste von 2-3 Metern übrig. Wer locker strickt, könnte in der letzten Farbreihe (immerhin fast 700 Maschen) zu wenig Garn haben. Mein Tipp: Halbe Nadelstärke weniger nehmen oder ein zweites Knäuel bereit halten.

Der schwarze Grundkörper schluckte 250g einer Poly-/Baumwolle-Mischung mit 130m/50g. Für die Biesen fanden sich Einzelknäuel von ROWAN Homespun DK, das leider nicht mehr hergestellt wird. Man kann immer wieder betonen: dieses Muster ist ein Idealfall für den Resteverbrauch.

Übrigens habe ich mir neue Nadeln geleistet. Zing von Knitpro. Sie sind ganz nach meinem Geschmack: Metall – Alu -, angenehme Spitzen, und die unterschiedlichen Farben bei den Stärken. Die Übergänge zum Seil könnten geschmeidiger sein, aber das Handgefühl ist prima. Das Garn gleitet hervorragend. Nicht nur diese Eigenschaft lässt mich Metall bevorzugen. Ich stricke fest und habe schon unzählige Holznadeln abgebrochen. Interchangeables sind für mich ein No-Go. Ich stricke zu schnell und zu gleichmäßig, und die Verbindungen haben sich ständig gelöst. Ich habe alle verschenkt. Andere kommen damit besser klar.
Auch Addi zählt zu meinen Favoriten, wegen der dünnen, geschmeidigen Seile, die sind bei den Zing-Nadeln dicker und neigen daher eher zum Knicken. Wenn’s drauf ankommt, bin ich auch mit meinen jahrzehntealten Alunadeln mit den störrischen Seilen zufrieden, eine echte Metallerin schreckt nichts. Allerdings habe ich nun etliche der alten Nadeln wegwerfen müssen, abgeknickte Seile und völlig abgewetzte Sptzen vom häufigen Gebrauch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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