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Im Kielwasser durchs Moor

Eine Strickfreundin bemerkte, meine Projekte in letzter Zeit würden hauptsächlich aus schalartigen Projekten bestehen. Sie hat nicht ganz unrecht, jedoch habe ich immer noch das Motto „Resteverbrauch“ und „Stricken aus Wollvorräten“. Es könnten aus den kleinen Mengen natürlich auch Mützen, Handschuhe oder Kinderkleidung entstehen, allerdings ist bei letzteren zu beachten, dass diese von den Müttern gewaschen werden müssen und nicht alle Mütter sind vertraut mit dem Wollprogramm ihrer Maschine. Liebe Leserschaft: ich weiß, wovon ich spreche. Zwar ist an jedem Projekt auch eine Waschanleitung, aber nicht jedem ist ein Ordnungsprinzip zueigen, wo diese Zettelchen auch aufbewahrt werden.
Ich habe im Schrank ein Schächtelchen, wo ich die relevanten Infos und ggf. Ersatzknöpfe- vor allem auch bei (wollener) Kaufware – aufbewahre, am besten mit dem Namen des Strickstücks, wie beispielsweise „grünblaue ärmellose Weste, Wolle/BW-Gemisch“ oder den Namen des Kleidungsstücks wie „Hitofude“. Da kann ich dann in meinen Projekten bei Ravelry nachsehen, welches Garn verwendet wurde.
Die meisten Strickstücke von mir werden ja verschenkt, und so achte ich drauf, dass sich der Pflegeaufwand in erträglichem Rahmen hält.
Zukünftig möchte ich meine Garnvorräte auch projektbezogen anlegen, aber dahin ist es noch ein weiter Weg über den Verbrauch der reichlich vorhandenen Vorräte.

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Die Idee zum Poncho wurde vom Design Canal Grande gespeist. Die Anleitung habe ich jedoch nicht, sondern nahm die Anmutung von den Bildern und arbeitete mein Modell mit einem Maschenanschlag von 233 Maschen, die ich in Zacken unterschiedlicher Größe aufteilte. Für die Ärmelchen behielt ich zwei Reste zurück. Mit 140cm war das Rechteck nicht lang genug, aber nach dem Waschen streckte es sich ausreichend, so dass 170cm maß, die ich an einer Seite mit einer 27cm-breiten Halsöffnung auf Hälfte zusammennähte.Die Bilder zeigen den Blick von der einen und der anderen Seite, der Pocho ist also wendbar von vorn nach hinten und umgekehrt.

Der Rest von allen Garnen
Der Rest von allen Garnen
Trocknung auf dem Herbergsbalkon
Trocknung auf dem Herbergsbalkon

 

Die Ärmelchen strickte ich separat und nähte sie an die Faltlinien. Dann hatte ich noch einen minimalen Rest übrig, mit dem ich die Naht durch einen angestrickten I-Cord abdeckte.

Zuhause habe ich noch ein angebrochenes Knäuel vom Grün, evtl. arbeite ich noch einen Rollkragen davon.

 

Die Farben erinnern mich an diese vom Ebberston-Moor auf dieser Website. Das andere Bild ist von Shutterstock, das Urheberrecht liegt bei Ian Barnes.

 

 

 

2 Gedanken zu „Im Kielwasser durchs Moor

  1. Anna sagt:

    Mein dritter Versuch, hier einen Kommentar abzugeben :o)
    Ich wollte, ich hätte auch ein so gutes Farbgefühl. Großes Kompliment für diese Zusammenstellung! Die Machart erinnert an Bargellostickerei.

    Antworten
    • LanArta sagt:

      Hallo, Anna,

      ab jetzt wirst du nicht mehr moderiert. Ich habe auch mehrere Kommentare von dir bekommen.
      Vielen Dank für dein Lob! Ich habe aus der Fülle der Einzelknäuel einfach ein paar zusammengeschmissen.
      Viele Grüße
      Michaela

      Antworten

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