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Kennt ihr das?

Zwangsläufig haben gemeinsame Haushalte etliche gleich aussehende Dinge doppelt. Ganze Industrien bemühen sich um Individualisierbarkeit, sei es, dass die Dinge mit Monogramm ausgestattet werden können, wie Handtücher, Waschlappen, etc. oder mit allerhand Schnaftikram, den man irgendwo dranhängt oder anklebt, um seine Sachen von denen anderer zu unterscheiden.  Ihr wisst, was ich meine: das reicht von Bekenneraufklebern (beliebt flächendeckend bei den Laptops von Hackern) bis hin zu kleinen pinkfarbenen Plüschis, die bei unter elfjährigen Mädchen als niedlich empfunden werden.
Es gibt dabei Geschmacksgrenzen und bittere Notwendigkeiten. Beispielsweise lohnt es sich bei Koffern und Taschen, die man auf Laufbändern in Flughäfen wiederzuerkennen versucht, Flächen oder Griffe mit einzigartiger, von weitem erkennbarer Markierung auszustatten, besonders, wenn das Behältnis ein dezentes Agenturgrau aufweist.
Aber wir brauchen gar nicht so weit zu gehen: der eigene Haushalt birgt eine Fülle von Verwechslungsmöglichkeiten und damit verbundenen Auslösern überflüssiger Diskussionen. Zum Beispiel:

 

Doppelschlüssel

Was ist der Unterschied? Lösung unten.

Wer wessen Autoschlüssel an den falschen Platz gehängt, benutzt und dann nicht weggeräumt oder unauffindbar verschlampt hat, kann damit eine beliebte Einleitung zum Spiel „Wie verplempere ich meine Zeit mit überflüssigen Debatten?“  starten.

Als es neulich bei einem Discounter hochwertige USB-Sticks gab, war schon vorprogrammiert, dass dies innerfamiliär zu fatalen Verwechslungen führen könnte.
Aber auch bei externen beruflichen Gelegenheiten erlebte ich oft (zum Glück nicht bei mir selbst), dass Vortragende ihr kleines Steckerle im Gerät ließen.
Mit einem Rest eines anderen Projekts, das noch vorzustellen wäre, (wenn es denn einmal fertig würde), verpasste ich meinem USB-Stick ein unverwechselbares Anhängsel in Form eines Hyperbols. Über die Farbgebung lässt sich streiten, jedoch finde ich es in den Tiefen meiner Arbeitstasche sofort, sowohl optisch als auch haptisch.
Leicht herzustellen:

  • Luftmaschenkette, 2 Reihen feste Maschen drüber, Ende in den Aufhänger des Sticks fädeln, Enden fest zur Schlaufe zusammenhäkeln, Faden nicht abschneiden
  • direkt an die Halteschlaufe Luftmaschenring aus 5 Maschen, 8 feste Maschen hineinhäkeln
  • nun fortlaufend spiralisierend in jede Masche zwei feste Maschen häkeln, bis man keine Lust mehr hat oder das Garn zuende ist
  • End-Faden vernähen, mit dem hängengelassenen Faden das Hyperbol mit einigen Stichen an der Schlaufe reißfest fixieren, Faden vernähen

Für einen weiteren USB-Stick werde ich eine Medusa anfertigen.

Und was war nun mit den Autoschlüsseln? Nie mehr fällt bei uns der Satz: Duuu hast wieder meinen Autoschlüssel genommen (verschlampt, falsch weggeräumt … weitere Anschuldigungen können beliebig eingesetzt werden), weil:

Socke
Von Stricknetz-Annie bekam ich dieses Söckchen vor vielen Jahren. Seit es am Schlüssel hängt, ist Ruhe.

 

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