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Swing und Rock in einem

Anfang Mai war das Swing-Strick-Treffen in Helmstedt. Ich hatte die Ehre, zwei Kurse halten zu dürfen, den Möbius-Kurs, den ich im vergangenen Jahr schon einmal durchgeführt hatte, und einen Workshop, in dem es mathematisch hoch her ging.
Das Thema war, einen schräg verlaufenden Rock in verkürzten Reihen mit Farbfeldern zu designen. Hierbei musste neben der Länge und dem Rhythmus der verkürzten Reihen eine Menge Dinge entschieden werden. Für den dreistündigen Workshop hatte ich ein 10-seitiges Manuskript entwickelt, damit die Teilnehmerinnen sich nicht jedes Detail merken mussten. Die Workshopunterlagen gibt es ausschließlich für die Teilnehmerinnen am Workshop, und sie werden fortlaufend weiter entwickelt.
Mein Prototyp wurde bereits Ende letzten Jahres begonnen, zumindest mit der Maschenprobe, konnte jedoch rechtzeitig vor Kursbeginn beendet werden. Der Kurs trug den Titel „Mini, Midi oder Maxi“, wobei ich die Maxi-Version als Modell strickte, weil an diesem ziemlich viele Details nachvollzogen werden können.

Außerdem ist dieses Modell sowohl als Rock als wie auch ärmelloses Kleid tragbar

Diese besonderen Punkte flossen in die Gestaltung ein

  • Provisorischer Maschenanschlag für eine unsichtbare abschließende Naht
  • Ein Taillenbund, der nicht aufträgt und trotzdem für Halt sorgt
  • ein Sattelbund für besonders weite Röcke
  • Gehfreiheit bei langen Röcken
  • Mehrere Melodien pro „Reihe“

Wichtig war natürlich: wie rechne ich die gewünschte Länge in den Maschenanschlag um?
Wie ist die Längung durch die Schwerkraft zu berücksichtigen?
Wann leite ich den Abschluss der Rockweite ein? Was muss dazu beachtet werden?
Welchen Einfluss hat das verwendete Garn?
Wie gestalte ich den Taillenbund?

Hier sieht man, wie eine „Einbuchtung“ entstanden ist. Zur Begradigung müssen die entsprechenden Fehlreihen aufgefüllt werden. Je nachdem, wie weit man vom beabsichtigten Umfang entfernt ist, sollte man frühzeitig mit dem Finale beginnen.
Der spezielle gehäkelte Maschenanschlag ermöglicht beim Erreichen des gewünschten Umfangs mühelos, Anfang und Ende ohne großen Aufwand zusammen zu fügen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerade arbeite ich an einem Entwurf mit schwingender Kante an einem Rock für ein Mädchen. Meine Beobachtung schreibe ich genau auf.
Auch die Beiträge der Teilnehmerinnen sind eine wertvolle Ergänzung des Workshops. Mir kommen dazu so viele Ideen, dass ich für den Rest des Jahres mit Swing-Röcken beschäftigt sein könnte.
Ein luftiges Sommerkleid aus dünner Baumwolle, Leinen oder Viscose wäre ein spannendes Thema.

 

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